Lernen begleitet uns ein Leben lang. Und trotzdem wissen wir oft erstaunlich wenig darüber, was dabei eigentlich passiert.
Was hilft Kindern, neue Inhalte wirklich zu verstehen? Warum fällt es manchmal so schwer, bei einer Aufgabe dranzubleiben? Welche Lernstrategien unterstützen langfristiges Lernen und welche fühlen sich nur hilfreich an?
Lern clever beschäftigt sich mit diesen Fragen und verbindet Erkenntnisse aus Lernpsychologie, Pädagogik und Unterrichtspraxis mit dem, was im Alltag tatsächlich gebraucht wird.
Ob in der Schule, zu Hause oder beim selbständigen Lernen: Es lohnt sich, genauer hinzuschauen.
Welche Anforderungen stellt eine Aufgabe? Was bringt ein Kind bereits mit? Woran scheitert der Lernprozess gerade und welche Unterstützung ist wirklich hilfreich?
Lernprozesse lassen sich nicht auf eine einzelne Methode reduzieren. Häufig hilft es mehr, die Situation zunächst zu verstehen und daraus den nächsten sinnvollen Schritt abzuleiten.
Genau darum geht es bei Lern clever.
Für Lehrkräfte
Unterricht aus einer anderen Perspektive betrachten
Im Unterricht gibt es viele Situationen, in denen Verhalten schnell eingeordnet wird. Ein Kind beginnt nicht mit der Aufgabe, verliert den Faden oder reagiert impulsiv. Ein anderes arbeitet langsam oder braucht ungewöhnlich viel Unterstützung.
Der Praxisratgeber „Exekutive Funktionen in der Grundschule“ lädt dazu ein, solche Situationen genauer zu betrachten und die kognitiven Anforderungen einer Aufgabe stärker in den Blick zu nehmen.
Arbeitsgedächtnis, Inhibition und kognitive Flexibilität werden verständlich erklärt und mit Situationen aus dem Schulalltag verbunden. Dazu kommen konkrete Anregungen, die sich ohne großen zusätzlichen Aufwand ausprobieren lassen.
Der erste Band ist bereits auf eduki erhältlich. Weitere Teile der Praxisreihe sind geplant.
Wie können wir Kinder dabei unterstützen, gut zu lernen?
Lernen ist mehr als Auswendiglernen und Üben. Kinder müssen lernen, ihre Aufmerksamkeit zu steuern, Informationen zu verarbeiten, Wissen abzurufen und mit Schwierigkeiten umzugehen.
Dabei brauchen sie Unterstützung. Aber nicht immer mehr Erklärungen.
Oft ist es hilfreicher, die richtigen Fragen zu stellen, wirksame Lernstrategien zu zeigen und Kindern nach und nach mehr Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess zu übertragen.
Unter „Lernen lernen“ finden Sie verständlich aufbereitete Informationen und alltagstaugliche Tipps aus der Lernpsychologie. Es geht unter anderem um Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Lernstrategien und die Frage, wie Bewegung Lernen unterstützen kann.
Als Lehrerin kenne ich den Schulalltag und die vielen Situationen, in denen Lernen nicht so einfach funktioniert, wie man es sich wünschen würde.
Meine Arbeit als Lerntherapeutin und mein Psychologiestudium haben meinen Blick auf Lernprozesse erweitert. In meiner Promotion in Sport- und Erziehungswissenschaften habe ich mich außerdem mit der Frage beschäftigt, wie Bewegung Lernen unterstützen kann.
Heute verbinde ich diese unterschiedlichen Perspektiven in meiner Arbeit.
Mich interessiert vor allem die Verbindung zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem, was daraus im Alltag entstehen kann.
Was lässt sich aus der Forschung für den Unterricht ableiten?
Was hilft Kindern tatsächlich weiter?
Und wie können wir Lernen so begleiten, dass Kinder zunehmend selbständig werden?
Geplant ist eine digitale Lernwelt für Grundschulkinder, in der Wissen, Lernstrategien und spielerisches Entdecken miteinander verbunden werden.
Die Idee dahinter ist, Kindern einen Ort zu geben, an dem sie nicht nur Aufgaben bearbeiten, sondern Zusammenhänge verstehen, ausprobieren und ihren eigenen Umgang mit Lernen entdecken können.
Das Projekt befindet sich noch in der Entwicklung.